Der Erdbeerbaum

Ein wahres Märchen für Kinder und Erwachsene

Über das Buch

DER INHALT

„Der Erdbeerbaum“ erzählt von einer Reise. Oder eigentlich von vier Reisen. Denn vier Kinder sind es, die sich jeden Morgen unter dem größten und schönsten Baum der Welt treffen: Dem Erdbeerbaum. Dort verbringen sie viele unbeschwerte Tage, bis – ganz plötzlich – der Baum all seine Blätter verliert und langsam zu sterben beginnt. Keiner weiß warum, und als die Erwachsenen den Baum schließlich absperren, da er bereits einzustürzen droht, müssen die Kinder sich einen neuen Treffpunkt suchen. Sie gehen hinaus in die Welt und finden dort viel mehr, als nur neue schöne Orte. Obwohl sie noch nichts davon wissen: Nur von ihnen allein und von den Erfahrungen, die sie auf ihren abenteuerlichen Reisen sammeln, hängt das künftige Schicksal des Erdbeerbaumes ab…

„Der Erdbeerbaum” ist sowohl ein Vorlesebuch für jüngere, als auch ein Selbstlesebuch für ältere Kinder (10+). Das Buch will Kinder und Jugendliche unterhalten und gleichzeitig zum selbstständigen Denken anregen: Wie ist mein Verhältnis zur Natur und zu anderen Menschen? Ist unsere Welt in Ordnung, so wie sie ist? Und wenn nein: Kann ich vielleicht selbst etwas dazu beitragen, sie zum Positiven zu verändern?



DIE GESCHICHTE DAHINTER

Die Idee zu „Der Erdbeerbaum“ kam mir im Rahmen eines Lerngangs, der sich Pioneers of Change nennt. Das Buch ist mein Debut als Schreiberin und bisher (was Vermarktung, Koordination und Organisation betrifft) eine „One-Woman-Show“, die allerdings ohne die Hilfe zahlreicher Unterstützer und UnterstützerInnen so nicht möglich gewesen wäre. Das Buch wird gerade von der wunderbar talentierten Beatrice Davies illustriert und während dies passiert, bin ich auf der Suche nach einem Verlag. Wenn ihr euch jetzt angesprochen fühlt oder jemand kennt, der jemand kennt und der mein Buchprojekt unterstützen möchte, dann schreibt mir gerne jederzeit: anne@erdbeerbaum.net



© Bettina Zelenak

Die Illustrationen

Erste Entwürfe für „Der Erdbeerbaum“ von Beatrice Davies

Illustrationen © Beatrice Davies

Leseprobe

Erstes Kapitel

DER ANFANG

Jeden Tag, kurz vor Sonnenaufgang, trafen sich Ole und seine Freunde unter dem größten und ältesten Baum der Welt. Der Baum war so hoch wie fünf Häuser und so alt wie zehn Schildkröten, aber das Beste war, dass er nach Erdbeeren roch. Darum nannten ihn alle nur den Erdbeerbaum. Der Erdbeerbaum war nicht nur der größte und älteste, sondern auch der schönste und überhaupt allertollste Baum auf der ganzen Welt. Seine schweren, dunklen Äste waren verwinkelt und krumm und seine Blätter und Zweige dicht und dunkelgrün. Jedes Jahr im April blühte der Erdbeerbaum und dann hatte jede seiner Blüten eine andere Farbe. Sie glänzten und strahlten bei Tag und Nacht. Und wenn der Mond schien, sah der Erdbeerbaum so aus, als würden hundert bunte Lichter in seinen Zweigen hängen.

Ole und seine Freunde Merenda, Samuel und Anna liebten den Baum sehr. All ihre Spiele, Träume und Gedanken teilten sie mit ihm. Unzählige Stunden verbrachten sie unter seinem vertrauten und schützenden Blätterdach. Und obwohl sie jeden Tag dort waren, langweilig wurde es ihnen nie. Denn die Lichtung, die den Erdbeerbaum umgab, war in Wahrheit ein Raumschifflandeplatz. Der nahegelegene See ein riesiger Ozean, das Gebirge rundherum eine Ritterburg, die Feuerstelle am Fluss die Heimat von Steinzeitmenschen und Dinosauriern und der nahegelegene Wald ein Fußballstadion. Oder ein verwunschenes Labyrinth. Oder ein fremder Planet. Oder manchmal auch ganz einfach nur ein gewöhnlicher Wald. Und so lebten, träumten und spielten sie und ihre Welt war grenzenlos.

Ein Jahr nach dem anderen verging, und es schien fast so, als würde sich in ihrer aller Leben nie irgendetwas verändern. Doch eines Tages verlor der Erdbeerbaum plötzlich all seine Blätter. Blatt für Blatt fiel zu Boden und am Ende stand nur noch eine einzige silbrig-leuchtende Blüte auf der Spitze des Baumes. Das beunruhigte zuerst niemand so richtig, denn man wusste ja, dass der Baum im Frühling wieder genau so schön blühen würde, wie die Jahre zuvor. Doch die Monate vergingen und nichts passierte. Keine kleinen hellgrünen Spitzen trieben aus, keine bunt leuchtenden Knospen öffneten vorsichtig ihre Blätter. Man begann davon zu sprechen, dass der Baum sterben würde und Ole und seine Freunde hörten diesen Worten traurig zu.

Irgendwann kamen die Erwachsenen und sperrten den Erdbeerbaum ab. Es sei zu gefährlich, sagten sie, sich in seiner Nähe aufzuhalten. Jeden Moment könne er umfallen oder vielleicht bräche auch ein schwerer Ast ab, der unvorsichtig herumspielende Kinder leicht verletzen könne. Und so spannten sie ein rotes Band zwischen den Baum und die Kinder. Und niemand kam auf die Idee zu fragen, warum der Erdbeerbaum so plötzlich zu sterben begonnen hatte und ob man ihn vielleicht doch noch hätte retten können. Stattdessen malten die Erwachsenen ein großes Schild, auf das sie Betreten verboten! schrieben. Ole, Merenda, Anna und Samuel schlichen sich trotzdem jeden Morgen zu ihrem Baum. Bis sie eines Tages dabei erwischt wurden.

Einer der Schildaufsteller und Bandbefestiger hatte scheinbar damit begonnen, den Baum rund um die Uhr zu bewachen und nun schrie und schimpfte er und konnte sich gar nicht mehr beruhigen. Wenn er sie noch ein einziges Mal hinter der Absperrung sehen würde, tobte er, würde das ernsthafte Konsequenzen haben. Ob ihnen denn nicht klar sei, dass sie da gerade gegen das Gesetz verstoßen hätten?! Sein Kopf wurde ganz rot vor lauter Aufregung. Anna, Samuel, Ole und Merenda ließen den Mann schimpfen. Obwohl ihnen absolut nicht klar war, warum sie gegen irgendeine Vorschrift verstoßen haben sollten, wagten sie doch nicht, dem Mann zu widersprechen. Seine laute Stimme, sein kräftiger Körper und seine wilden Gesten machten ihnen Angst und so blieb den still gewordenen und eingeschüchterten Kindern vorerst nichts anderes übrig, als betreten auf den Boden vor sich zu starren und zu versuchen, den bösen Blicken des Mannes auszuweichen. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit lies der schimpfende Mann sie schließlich gehen. Was genau er eigentlich von ihnen gewollt hatte, das hätten Ole und seine Freunde später nicht mehr zu sagen gewusst, denn all ihre Gedanken kreisten in diesem Moment nur noch um den Erdbeerbaum. Würden sie tatsächlich nie wieder bei ihm spielen dürfen? Wie würde ihr Leben ohne den Baum überhaupt aussehen? Es gab doch sonst keinen anderen Ort für sie! Auf dem Weg zurück nach Hause gingen die vier Freunde lange Zeit schweigend und in Gedanken versunken nebeneinander her. Niemand von ihnen wollte so recht aussprechen, was doch alle vier ganz deutlich spürten: Ihre grenzenlose Welt wurde ab heute von einem roten Band durchtrennt.

Am nächsten Tag trafen sich Ole und seine Freunde wieder. Der Schock des vorangegangenen Tages saß noch immer tief und keiner der vier hatte Lust, oder war mutig genug, sich weiterhin den Erwachsenen und ihren Betreten verboten!-Schildern zu widersetzen. Doch andererseits brauchten sie einen Ort, an dem sie sich treffen konnten. Denn auf den Straßen war es zu laut, auf den Feldern zu leer, in der Schule zu langweilig und in den Häusern zu voll. Doch so lange sie auch nachdachten, es fiel ihnen einfach kein Ort ein, der genau so schön und einzigartig war, wie ihr Erdbeerbaum. Schließlich jedoch, nach einer kleinen Ewigkeit des Herumsitzens und Überlegens, kam Ole schließlich doch noch die scheinbar rettende Idee: „Ich weiß, warum uns kein Ort einfällt!“ rief er. „Weil wir gar nicht alle Orte auf der Welt kennen! Wir müssen dahin gehen, wo wir noch nie zuvor gewesen sind. Dort finden wir sicher einen Ort, der genauso schön ist, wie der Erdbeerbaum! Anna sah ihn skeptisch an: „Woher willst du das denn wissen?“ fragte sie. „Wissen tue ich es nicht“ erwiderte Ole „aber ich glaube es. Also – wer ist dabei?“ Die drei zögerten zunächst, doch eine bessere Idee hatten auch sie nicht und so stimmten sie schließlich zu. „Und wo fangen wir an mit unserer Suche?“ fragte Samuel. „Na beim Erdbeerbaum natürlich!“ antwortete Ole, „Wir schleichen uns morgen früh noch ein letztes Mal hinter die Absperrung und von da aus beginnen wir unsere Reise“.

So geschah es und während die Morgendämmerung aufzog, trafen sich die vier Freunde unter den schweren Ästen des alten Erdbeerbaumes. „Wenn die Sonne untergeht“, sagte Ole, „treffen wir uns wieder hier. Dann können wir gemeinsam entscheiden, wer den besten Ort gefunden hat!“ Damit waren alle einverstanden. Sie stellten sich mit dem Rücken um den Erdbeerbaum herum auf, fassten sich kurz an den Händen und marschierten dann los. Jedes Kind in seine eigene Richtung…..

Wie es weitergeht: Jedes der Kinder macht sich (in einem jeweils eigenen Kapitel) auf eine ganz spezielle Reise. Am Ende treffen sich die Kinder wieder und was sie an Erfahrungen und Erlebnissen gesammelt haben, macht Hoffnung darauf, dass der Erdbeerbaum am Ende vielleicht doch noch gerettet werden kann….

Kontakt & Vorbestellen

Die Autorin

Anne Erwand

Kontakt: anne@erdbeerbaum.net


Das Buch

Wenn ihr Interesse an "Der Erdbeerbaum" habt, könnt ihr das Buch ab jetzt hier unverbindlich vorbestellen. Ihr werdet dann informiert, sobald das Buch erhältlich ist.

Auch andere Fragen, Wünsche, Anregungen zum Buch sind jederzeit willkommen. Ich freue mich auf eure Nachrichten! :)